Quartalsrückblick – Erstes Quartal 2026

Wie sich während des Schreibens zeigte, lagen die Eindrücke meiner Indienreise im Haupt-Fokus. Das erstaunt mich nicht, hatte ich mich doch sehr auf meine Reise nach Indien gefreut und ja, es war eine intensive und bereichernde Reise.

Lange Zeit war es still hier auf meinem Blog. Sowohl der Jahreswechsel als auch die ersten Monate diesen Jahres 2026 sind vergangen, ohne dass ich diese Momente mit euch geteilt habe. Heute möchte ich diese Pause bewusst beenden und mit einem Rückblick auf das erste Quartal 2026 wieder Einblick in mein berufliches und auch ein Stück weit in mein privates Leben geben.

Happy New Year 2026

Der Jahreswechsel war ruhig und gut und die ersten Tage standen ganz im Zeichen der Ausrichtung auf meine bevorstehende Indienreise nach Tiruvannamalai, Südindien– eine Reise, die für mich weit mehr war als ein Reise. Es war eine bewusste Hinwendung zur Stille, zur inneren Klärung und zur spirituellen Vertiefung im inneren Austausch mit Sri Ramana Maharshi.

Und nach dem Wintereinbruch im Januar erfreute es mich sehr, dass ich sehr bald in wärmere Temperaturen südindiens eintauchen durfte.

Tiruvannamalai – Rückkehr zur Essenz

Die Vorfreude war groß, es zog mich sehr nach Indien, zum Arunachala. Die Reise konnte beginnen.

Nach einigen Jahren der Abstinenz durfte ich wieder in Tiruvannamalai – und für mich so bedeutend, am Berg Arunachala ankommen. Schon beim ersten Innehalten wurde spürbar, dass dieser Ort nichts von seiner besonderen Qualität verloren hat. Die Reise war ausgerichtet: wieder in die Energie des Arunachal ein zu tauchen, die stille, klärende Präsenz des Arunachala neu zu erfahren, den inneren Dialog mit Sri Ramana Maharshi zu vertiefen und die Energie des alten Tempels in ihrer Tiefe zu erleben. Sri Ramana lehrt in der Ausrichtung des Advaita – kurz gefasst der Lehre der Nicht-Dualität.

Neben der Innenschau und Meditation war auch Zeit fürs Relaxen in Cafes, Restaurants oder am Heiligen Berg. Die Seele genoss die Stille. Der Geist durfte zur Ruhe kommen.

Mein besonderer Höhepunkt war die Pradakshina – die etwa 14 Kilometer lange Umrundung des Arunachala barfuß bei Vollmond. Beim ersten Mal wurden wir von unserem Guide namens Shiva begleitet, der uns wertvolle Einblicke und Erklärungen zu den 9 Lingams entlang des Weges gab sowie eine Erklärung zum Shivaismus und eine Führung in einem Tempels. Wir nahmen an einer Feuerpuja Teil, die zelebriert wurde. Ich mag das sehr. Beim zweiten Rundgang gingen wir überwiegend in Stille. Beim ersten Mal gingen wir ab 5.30 Uhr in die Morgenstunden hinein. Das zweite Mal starteten wir um 3.00 Uhr morgens. Es waren fast ausschließlich Inder:innen unterwegs. Eine ganz besondere Stimmung.

Die zweite Pradakshina war noch einmal intensiver – getragen von innerer Präsenz, von Loslassen, von dem Gefühl, Themen abzugeben und gleichzeitig neue Klarheit und Energie aufzunehmen.

Wir chanteteten während des Gehens:

🎼🎼||
Arunachala Shiva
Arunschala Shiva
Arunachala Shiva
Arunachala ||🎼🎼

🪷🙏🪷

Indien zeigte sich während dieser Zeit in seiner ganzen Intensität: laut und lebendig, fordernd und zugleich zutiefst still, herzliche Begegnungen und Rückzug. Alles war möglich und wie es sich zeigte.

Pondicherry und Goa – Ausruhen und Ernüchterung

Nach dieser intensiven Zeit führte uns der Weg für zwei Tage nach Pondicherry. Ein lang gehegter Wunsch von mir, Auroville zu besuchen, konnte sich jedoch nicht erfüllen, da ich mir den Fuß verletzte. Auch das durfte angenommen werden – als Einladung zur Ruhe und zum Innehalten. 🙂

Die Weiterreise nach Calangute in Goa brachte zunächst eine gewisse Ernüchterung mit sich. Der Ort hat sich stark verändert – deutlich touristischer, geprägt von vielen Shops und einem stärkeren Fokus auf Konsum, insbesondere Alkohol. Das berührte mich sehr (negativ). Besonders auffällig war zudem die Veränderung des Strandbildes: Frauen, die früher mit Schmuck, Stoffen und Saris das bunte Leben am Strand mitgestalteten, sind nicht mehr präsent, sie dürfen sich ohne Lizenz nicht mehr dort zeigen. Stattdessen dominieren am Abend große Gruppen von Männern, was stellenweise eine eher schwere, fast dichte Atmosphäre entstehen ließ.

Umso wichtiger wurde es, bewusst ruhigere Orte aufzusuchen. Mandrem Beach bot mir genau diese Qualität – Weite, Ruhe und Raum zum Durchatmen. Eine Mutter und Tochter, die ich bereits vor 20 Jahren kennenlernte, verkaufen immer noch am Strand, mit Erlaubnis. Die Tochter hat sogar einen eigenen Shop – mit berechtigtem Stolz. Auch in Bagga Bagga, einem Strandabschnitt, konnte ich Momente der Entspannung und inneren Balance finden.

Rückkehr und „weiter geht’s“

Nach meiner Rückkehr konnte ich mir zunächst Zeit nehmen, um wieder ganz hier anzukommen. Ende Februar dann der Start mit meiner Praxisarbeit – mit frisher Klarheit und klarer Ausrichtung.

Ein Fokus liegt neben den Einzelterminen aktuell auf der Weitergabe meiner Arbeit mit dem Workshop-Modul „Timeline“ für diejenigen Heilerinnen, die bereits durch meine bisherigen Workshops gegangen sind. Der Workshop „Ahnenheilung“ verknüpft mit Biografiearbeit ist in der Vorbereitung. Es ist mir ein tiefes Anliegen, diese Arbeit zu vertiefen und weiterzugeben.

Beginnender Frühling an der Nordsee

Die langen Winterwochen habe ich in diesem Jahr kaum wahrgenommen. Von der zweiten Käktewelle bekam ich nichts mit. Stattdessen bin ich bei blauem Himmel wieder im Norden angekommen – in Husum an der Nordsee, in Schleswig-Holstein. Der Frühling zeigt sich bereits in seiner ganzen Lebendigkeit: erste Blüten, frisches Grün, klare Luft.

Gleichzeitig erinnert das Wetter daran, dass wir uns noch in einer Übergangszeit befinden – mit Regen, Hagel und sogar vereinzelten Schneefällen. Ein Wechselspiel, das auch die innere Bewegung dieser Zeit widerspiegelt.

Resümee – jetzt bereits Anfang April.

Die Indienreise hat mir einmal mehr gezeigt, wie gut wir es hier in Deutschland haben – trotz aller Herausforderungen und der spürbaren Unruhe im politisch wirtschaftlichen; gesellschaftlichen Umfeld. Gleichzeitig hat sie mich wieder tief mit meiner Ausrichtung verbunden. Foh und dankbar bin ich, meine Heilarbeit in Norddeutschland machen zu dürfen.

Dieses erste Quartal war geprägt von intensiven Erfahrungen, innerer Klärung und einem bewussten Leben mit dem, was ist und sich zeigen mag.

Fortbildungen in kleiner Gruppe werden bis Anfang Mai durchgeführt. Dann ist meine Praxis bis September wieder „Workshop-frei“ und es ist mehr Raum für Einzeltermine. Und ja, die momentane Energie der „Welt-Geschehnisse“ zeigt uns Tehmen auf, die ab und zu aufglöst werden möchten – für ein leichteres Leben.

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